Der Chor

 

Der Frauenchor Spandau (vormals Spandauer Singekreis) wurde 1956 in Berlin-Spandau gegründet. Das Repertoire umfasst geistliche und weltliche Chorliteratur von der Renaissance bis zur Gegenwart, die sowohl accapella als auch mit Instrumentalbegleitung gesungen wird. Dazu gehören Lieder der Romantiker Schubert, Brahms und Rheinberger sowie geistliche Werke von Pergolesi, Mozart, Donizetti und Britten. Außerdem hat sich der Chor unter dem Motto “Von New York nach Casablanca” ein Programm mit bekannten Melodien aus Filmen und Musicals erarbeitet, welches zuletzt im März 2014 in ausverkauftem Haus im “Kulturzentrum Gemischtes” in Berlin-Spandau aufgeführt wurde.

Eine besondere Herausforderung ist für den Chor die Einstudierung zeitgenössischer Chormusik. So wurden mehrere Werke des polnischen Komponisten Piotr Moss uraufgeführt, die eigens für den Frauenchor Spandau geschrieben wurden. Hervorzuheben sind hier insbesondere
- Die “Spandauer Messe” (UA 1996 in der St. Marien-Kirche / Spandau),
- die „Weihnachtskantate“ für Frauenchor, Sopran und Orchester (UA 2000 in der St. Nikolai-Kirche / Spandau),
- „Drei elegische Gesänge für Frauenchor und Streicher“ nach Texten von Theodor Fontane und Johann W. von Goethe (UA im Jubiläumsjahr des Chores 2006 im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin).

2009 hat der Frauenchor Spandau in der St. Johannes-Basilika / Berlin eine Komposition seines Chorleiters Karol Borsuk uraufgeführt: Die „Misdroy-Messe“ für dreistimmigen Chor, Sopran, Tenor, Orgel, Klavier und Streichorchester.

“Frühling in Berlin” heißt ein weiteres Programm, in dem bekannte Frühlingslieder und populäre Berliner Melodien von Walter Kollo vorgestellt werden (Konzerte in den Jahren 2011, 2012 und ganz aktuell am 25.04.2015).

Am 10. November 2012 wurde ein Konzert mit Liedern von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn-Bartholdy und Texten von Hermann Hesse anlässlich des 165. Todestags von Felix Mendelssohn-Bartholdy und des 50. Todestags von Hermann Hesse aufgeführt. Zudem untermalte der Chor bei einem Galakonzert des Philharmonischen Orchesters Köslin am 31. Dezember 2012 eine musikalische Reise von New York über Paris nach Berlin mit Musical- und Filmmusik.

Der Chor hat mehrere eigene Konzerte im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin veranstaltet und hat außerdem gemeinsam mit anderen Chören an Konzerten u. a. in der Philharmonie, im Konzerthaus Berlin sowie in der Waldbühne Berlin mitgewirkt.

Konzertreisen führten den Chor nach Österreich, Ungarn, Italien, Malta, Schweden und Finnland. Mit Musikern aus dem Nachbarland Polen pflegt der Frauenchor Spandau einen besonders intensiven Kontakt, der auch durch mehrere erfolgreiche Konzertautritte dokumentiert wird, so z.B. in Stettin, Köslin und Kolberg.

Der Violonist und Musikpädagoge Karol Borsuk (* 1949) ist seit 1985 Dirigent und künstlerischer Leiter des Frauenchores Spandau. Er feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Chorleiterjubiläum. Er hat Violine, Musikpädagogik und Dirigieren an der Universität Lublin studiert und unterrichtet Violine an der Musikschule Reinickendorf. Außerdem leitet er den Lichterfelder Chorkreis.
Karol Borsuk hat zahlreiche Konzerte mit Chor-, Kammer- und Orchestermusik im Ausland dirigiert und arbeitet mit mehreren polnischen Orchestern zusammen. Er hat außerdem als Juror bei verschiedenen internationalen Gesangswettbewerben fungiert.

Karol Borsuk widmet sich seit einiger Zeit auch der Komposition. In den Jahren 2009 und 2011 hat der Frauenchor Spandau seine „Misdroy-Messe“ in Polen (Kösslin und Stettin) sowie in Berlin (St. Johannes-Basilika und St. Marien/Behnitz) aufgeführt. Sein aktuelles Werk „Quo Vadis“ nach Henryk Sienkiewicz wurde im Juni 2012 mit dem Lichterfelder Chorkreis e.V. im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin uraufgeführt.

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